Erinnerung an Heinz Erhardt

 

Heinz Erhardt wurde am 20. Februar 1909 in Riga, Russland, geboren. Der Sohn des baltischen deutschen Kapellmeisters Gustl Erhardt. Wir finden, dass man ihn viel öfter wieder in Erinnerung rufen sollte, denn wer kennt sie nicht die schönen heinz erhardt gedichte geburtstag, welche immer ein Lächeln in das Gesicht zaubern. Die meiste Zeit seiner Kindheit verbrachte er bei seinen Großeltern in Riga, wo sein Großvater, Paul Nelder, ein Musikgeschäft besaß. Sein Großvater brachte ihm auch das Klavierspielen bei.

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Nach dem Ersten Weltkrieg wanderte sein Vater nach Deutschland aus. Erhardt lebte mit seiner Stiefmutter in Wennigsen bei Hannover, wo er die Schule besuchte, bis er 1924 nach Riga zurückkehrte. Ab 1926 studierte er am Leipziger Konservatorium, doch Erhardts Wunsch, professioneller Pianist zu werden, wurde von seinen Großeltern nicht unterstützt, die ihn als Kaufmann haben wollten. Erhardt heiratete 1935 Gilda Zanetti[1913-1987], Tochter des italienischen Konsuls in Sankt Petersburg. Sie hatten vier Kinder: Grit[1936- ], Verena[1940- ], Gero[1943- ] und Marita[1944- ]). Gero Erhardt wurde Filmregisseur und Kameramann, und sein Enkel, Marek Erhardt (1969-), wurde Schauspieler.

Seine Karriere

Während er im Geschäft seines Großvaters arbeitete, betrat Erhardt als Kabarettist in mehreren Rigaer Kaffeehäusern die Bühne und trat 1937 sogar im deutschen RRG-Radio auf. Im nächsten Jahr zog Erhardt nach Berlin, wo er auf einer Kabarettbühne auf Kurfürstendammm auftrat. Der Brillenträger und Nichtschwimmer Erhardt wurde während des Zweiten Weltkriegs in die deutsche Kriegsmarine eingezogen, aber erst bei der dritten Einberufung; er diente als Pianist im Marineorchester und handhabte während seiner Grundausbildung nur Waffen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er nach Hamburg-Wellingsbüttel und arbeitete ab 1948 als Radiomoderator beim öffentlichen NWDR. Von da an wurde er immer bekannter für seine unzähligen Wortspiele. Außerdem wurde er ein beliebter Filmschauspieler und Pantomime. In seinen Filmen spielte er immer eine Figur, die zu seiner Bühnenrolle als Entertainer und Komiker passte. Seine Rollen waren höfliche und etwas seltsame Persönlichkeiten, die für das westdeutsche Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre typisch waren. In dieser Zeit trat er in zwei Euro-Western auf: „Vermächtnis der Inkas“ als Professor Morgenstern und „Wutanfall bei Apache Wells“ als Kantor Aurelius Hampel (beide 1965).

In Erinnerung an einen tollen Mann

Heinz Erhardt erlitt 1971 einen Schlaganfall, der ihn unfähig machte, zu sprechen oder zu schreiben. Er beschränkte sich darauf, die Sprache anderer zu lesen und zu verstehen; diese Einschränkungen beendeten seine lange Karriere als Schauspieler.

Vier Tage vor seinem Tod am 5. Juni 1979 in Hamburg wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.